Der Bayrische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker hat sich zu der Reform der Erbschaftssteuer geäußert und das vorliegende Erbschaftsteuerkonzept der SPD scharf kritisiert. Füracker: „Wäre schwerer Schlag für unsere Wirtschaft – Stundung ist Augenwischerei.“
„Die SPD hat die Zeichen der Zeit nicht verstanden. Der Vorschlag der SPD für einen Lebensfreibetrag kommt reichlich spät und ist zu mutlos. Bayern fordert bereits seit vielen Jahren, dass die Freibeträge, die seit 2009 unverändert sind, der Preisentwicklung angepasst und erhöht werden müssen – bislang war die SPD auf dem Ohr taub. Der von der SPD nun vorgebrachte Lebenszeitfreibetrag von 1 Million Euro ist hierfür viel zu niedrig. Schon jetzt haben Kinder einen Freibetrag nach ihren Eltern von zusammen 800.000 Euro. Hier muss noch massiv nachgebessert werden“, betonte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.
„Auch im Übrigen verschließt sich das Konzept der Realität: Die von der SPD vorgeschlagene Besteuerung von Betriebsvermögen wäre ein schwerer Schlag für die deutsche Wirtschaft. Es würde unsere so wichtige Unternehmenslandschaft in voller Breite treffen. Wir wollen unternehmerisches Kapital und Investitionen in den Standort sowie Arbeitsplätze fördern und nicht vergraulen! Die vielleicht elegant klingende Stundung ist Augenwischerei: Die effektive Belastung der Unternehmen würde trotzdem erheblich steigen und uns im Standortwettbewerb drastisch zurückwerfen. Die Folgen sind leicht absehbar: Unternehmensabwanderungen ins Ausland, Abbau von Arbeitsplätzen, Verlust von Wohlstand. Das müssen wir dringend vermeiden. Die SPD sollte nicht in ihren ideologiegetriebenen Positionen verharren und den Realitäten Rechnung tragen: Wir brauchen wettbewerbsfähige Unternehmen in unserem Land“, so Füracker weiter.
Quelle: Bayrisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat | 13.01.2026
