Von Michael Springer
Die Insel Grönland ist seit dem Jahr 1953 gleichberechtigter Teil Dänemarks. Zwei Abgeordneten vertreten die rund 55.694 Bewohner (Stand: Mittwoch, 14. Januar 2026) im dänischen Parlament. Seit 1979 besitzt Grönland eine „innere Autonomie“, dass heißt eine weitgehende Selbstbestimmung innerhalb des dänischen Staates.
Seit 1973 ist Dänemark Mitglied der Europäischen Gemeinschaft. Mit der Aufnahme Dänemarks wurde auch Grönland Teil der EG. Im Jahr 1985 entschloss sich aber Grönland, die Mitgliedschaft in der EG aufzugeben. Seit dieser Zeit ist Dänemark, aber nicht Grönland Mitglied in der Europäischen Gemeinschaft.
Dies ist heute der Anlass, Begehrlichkeiten des US-Präsidenten Donald J. Trump zu wecken. Vor allem die Rohstoffe sind dabei im Blick: Seltene Erden, Lithium, Graphit, Titan oder Molybdän, u.v.m. .
Doch eine wirtschaftliche Nutzung liegt noch in weiter Ferne. Grönland zählt zwar zu den ältesten Gesteinsregionen der Erde. Doch gibt es viele Hürden, die einem wirtschaftlichen Abbau entgegen stehen: „Doch eine wirtschaftliche Nutzung liegt noch in weiter Ferne. Grönland zählt zwar zu den ältesten Gesteinsregionen der Erde. Doch gibt es viele Hürden, die einem wirtschaftlichen Abbau entgegen stehen: „Doch eine wirtschaftliche Nutzung liegt noch in weiter Ferne. Grönland zählt zwar zu den ältesten Gesteinsregionen der Erde. Doch gibt es viele Hürden, die einem wirtschaftlichen Abbau entgegen stehen: „Unter Grönland liegt ein riesiger Schatz – doch der Abbau ist ein Albtraum“ schreibt aktuell Philipp Rall FUTUREZONE | 13.1.2026 ).
Grönland gilt der EU dennoch als verlässlicher künftiger Beschaffungsmarkt für Rohstoffe. Deshalb haben beide im Jahr 2023 eine Rohstoffpartnerschaft geschlossen. Denn geo- und wirtschaftspolitisch motivierte Exportbeschränkungen verknappen zunehmend laut (GTAI – Germany Trade and Invest ) das Angebot.
Das The Greenland Mineral Resources Portal zeigt das riesige, vor allem küstennahe Rohstoffangebot.
Selbstbestimmung Grönlands und neue Mitgliedschaft in der EU?
Auch nach der zunehmenden Selbstbestimmung Grönlands seit 1979, sind die Beziehungen mit Dänemark im wirtschaftlichen Bereich weiterhin sehr eng. So ist die Dänische Krone in Grönland auch weiterhin das offizielle Zahlungsmittel. Dänemark ist seit 1973 Mitglied der EU, hat sich aber vertraglich das Recht vorbehalten, die Gemeinschaftswährung Euro nicht einzuführen.
Erst bei einer Teilnahme Dänemarks an der dritten Stufe der Europäischen Währungsunion könnte demnach auch Grönland den Euro einführen.
Rohstoffe und Währungsstabilität
Grönland ist vor allem wegen der Rohstoffbasis im Blick des US-Präsidenten. Denn die USA haben ein riesiges Währungsproblem mit dem Dollar. Der Dollar verliert in diesem Tagen seine Rolle als globale Reservewährung. Das neue Gold & BRICS-Finanz-System kommt in Gang. China hat ganz offiziell den „Reset“ Knopf gedrückt. China hat bereits 500 Mrd. $ US-Schulden verkauft! Und verweigert physische Exporte von Gold und Silber. Das auf Papier und Derivate Geldsystem des Dollar steht so unter Druck.
Für Europa und den Euro wird es nun notwendig, sich neu zu positionieren, um den Euro stabil zu halten.
Das Modell der BRICS-Staaten mit einer gemeinsamen digitalen Verrechnungswährung Unit, und dem neuen Zahlungsverkehrs-Systems der BRICS-plus-Staaten mit Golddeckung wird von Tag zu Tag attraktiver.

Die Europäische Union startete im Jahr 2020 eine Bürgerbeteiligung, die weit in die Zukunft vorgriff.
Im Jahr 2026 muss neu angesetzt werden. Kanada, Grönland und Europa können näher zusammen arbeiten, und sich in Währungsfragen auf eine Gold- und Rohstoff-Deckung hinbewegen. So kann auch ein neuer Boom der „Papier-Spekulation“ verhindert werden, und ein globales und faires Handelssystem mit den BRICS-Plus-Staaten muss ins Auge gefasst werden.
Europa kann den Grönländer attraktive Angebote als Bürger der Europäischen Union unterbreiten, wenn es gelingt, den Euro im Verhältnis zum Dollar und zum BRICS-plus-Zahlungsraum stabil zu halten.
