Nach dem Tod Stalins griff der Wille zur Selbstbestimmung über das staatliche und persönliche Leben und über die Freiheit der Persönlichkeit auf die Menschen des gesamten sowjetzonalen Sektors Deutschlands über. Die Bevölkerung im Sowjetsektor Berlins glaubte die Stunde der Freiheit sei für sie gekommen. Man ging auf die Straßen und proklamierte das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung. Der Aufstand wurde durch sowjetische Truppen zusammengeschlagen.
Das Foto zeigt von der sowjetischen Besatzungsmacht eingesetzte Panzer zur Niederschlagung der Unruhen in der Schützenstrasse am 16.Juni 1953.
Gedenken heute mit einer Kranzniederlegung
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, erklärt aus Anlass des 73. Jahrestags des Volksaufstands in der DDR:
„Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 prägt die Geschichte unserer Stadt. Und er erinnert uns daran, dass ein Leben in Freiheit nicht selbstverständlich ist. In Ost-Berlin und anderen ostdeutschen Städten gingen vor 73 Jahren Tausende für Freiheit und Selbstbestimmung auf die Straße. Das, was zunächst als Arbeitskampf gegen erhöhte Arbeitsnormen begann, wandelte sich schnell in einen Volksaufstand gegen das DDR-Regime. Mehr als 50 Aufständische verloren damals ihr Leben, das SED-Regime inhaftierte in der Folge rund 15.000 Bürgerinnen und Bürger und verurteilte Tausende von unschuldigen DDR-Bürgern teilweise zu mehrjährigen Haftstrafen. Die Opfer des 17. Juni 1953 mahnen uns, dass Demokratie, Freiheit und Selbstbestimmung keine Selbstverständlichkeit sind. Wir werden unsere Demokratie, unsere Freiheit und unseren Frieden verteidigen – gegen Feinde von innen und außen. Das sind wir den Opfern des 17. Juni schuldig.“
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, nimmt am Mittwoch, 17. Juni 2026, um 10.00 Uhr an der Kranzniederlegung am Bodendenkmal auf dem Platz des Volksaufstands von 1953 in der Leipziger Straße 124, 10117 Berlin teil.
Bilder von den Ereignissen vor 3 Jahren sind im Bundesarchiv in Berlin zu finden.
Das Digitale Bildarchiv des Bundesarchivs
Das Bundesarchiv verwahrt ca. 20 Millionen Bilder, Luftbilder und Plakate zur deutschen Geschichte. Erste Fotografien stammen aus dem Jahr 1860. Schwerpunkte der Überlieferung sind Bilddokumente zu Ereignissen und Personen
- der Weimarer Republik (u.a. Bestand „Bild 102 Aktuelle-Bilder-Centrale, Georg Pahl“)
- zum Dritten Reich, hier insbesondere die Bilder der Propagandakompanien der Wehrmacht (Bestand „Bild 101“),
- zur DDR, u.a. „offizielle“ Bilder des Bestands „Bild 183 Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst – Zentralbild“ und „Alltagsfotos“ („Bild 226 Vorlass Hans Martin Sewcz“, „N 1648 Bild Sammlung Beier“)
- zur Bundesrepublik Deutschland (u.a. Bestand „B 145 Bild Presse- und Informationsamt der Bundesregierung“)
Derzeit befindet sich ein repräsentativer Querschnitt von gut 430.000 Bildern des Bundesarchivs in dieser Datenbank. Fotos des Bundespresseamts sind ebenfalls in dieser Datenbank enthalten.
Weitere Informationen:
https://www.bild.bundesarchiv.de/dba/de/
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