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Bundeswehr startet den „Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz“

Start des "Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz“

„SCHÜTZE WAS DIR WICHTIG IST“ — Mit diesem Slogan wirbt die Bundeswehr für „Dein Jahr für Deutschland“, welches im Zuge des „Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz“ (FWD im Heimatschutz) heute durch die Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer vorgestellt wurde. Mit dem Projekt soll das Interesse junger Menschen ab 17 Jahren an einem einjährigen Dienst in der Bundeswehr zum Wohle Deutschlands sowie zum Schutz der Heimat geweckt werden.
Die Bundeswehr soll durch die Freiwilligen beispielsweise bei Naturkatastrophen, Großschadenslagen, Pandemien und anderen Ereignissen unterstützt werden. Dabei wird eine Verwendung in den Streitkräften angeboten, die jeweils nach der Grund- und Spezialausbildung möglichst im regionalen Lebens- oder Interessensumfeld der Bewerberinnen und Bewerber liegt.

„Freiwilliger Wehrdienst im Heimatschutz“ (FWD) — die Einzelheiten
Das bietet die Bundeswehr für die Bewerberinnen und Bewerber des freiwilligen Wehrdienstes im Heimatschutz an:

  • die aktive Dienstzeit umfasst sieben Monate. In den darauffolgenden sechs Jahren ist für insgesamt fünf Monate an Reserveübungen und möglichen Einsätzen teilzunehmen.
  • Die militärische Heimat ist die Streitkräftebasis, in der Grundausbildung, Spezialausbildung Heimatschutz und Reservistendienst zu leisten sind.
  • Die Freiwilligen werden nach Grundausbildung und Spezialausbildung in Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanien beordert.
  • Das monatliches Einstiegsgehalt beträgt ca. 1.400 Euro netto, im Reservistendienst wird das Gehalt nach dem Unterhaltssicherungsgesetz pro aktiven Reservistentag berechnet, mind. 87 Euro netto.
  • Die Teilnahme an Auslandseinsätzen der Bundeswehr ist nicht geplant.

Seit dem 1.September 2020 sind Bewerbungen deutschlandweit möglich. Die ersten Einstellungen erfolgten zum 01. April 2021. Danach geht es quartalsweise weiter.

Rekruten bei der Grundausbildung - Foto: © Bundeswehr Marco Dorow
Rekruten bei der Grundausbildung – Foto: © Bundeswehr Marco Dorow

Wo wird die Grundausbildung durchgeführt?
Der FWD im Heimatschutz setzt sich insgesamt aus drei Phasen zusammen. Die erste Phase umfasst eine dreimonatige militärische Grundausbildung in einer der elf Grundausbildungseinrichtungen. Wer sich für die Luftwaffe interessiert, kann die Grundausbildung in Germersheim absolvieren.

Spezialausbildung-Heimatschutz an vier Standorten
In der zweiten Phase findet eine viermonatige Spezialausbildung Heimatschutz statt, die an einer von drei geplanten Standorten in Berlin, Delmenhorst und Wildflecken durchgeführt wird. Bei der Luftwaffe erfolgt dies am Standort Schortens.

Dritte Phase: Reservedienst
Die dritte Phase beinhaltet den Dienst als Reservedienst Leistende oder Reservedienst Leistender (RDL) von insgesamt fünf Monaten in einer der 30 Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien (RSU-Kp). Dabei wird auf private und berufliche Abkömmlichkeit und Planbarkeit sowie die Zustimmung der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber geachtet, als auch auf die Planung der Einheiten für Ausbildung und Inübunghaltung.

Qualifikationsmöglichkeiten ab dem ersten Tag
Die Bundeswehr bietet eine Vielzahl zusätzlicher Qualifikationsmöglichkeiten ab dem ersten Tag. Angehende FWD im Heimatschutz können so individuell gefördert werden. Das reichhaltige Angebot umfasst je nach Interessenlage und eventueller Weiterverpflichtung beispielsweise Führerscheine, Weiterbildungen im Sportbereich oder Aufbaulehrgänge im militärischen Bereich.

Karriereberatung und Bewerbung
Interessierte können sich über die Karriereberatung und das Kommunikationscenter der Bundeswehr beraten lassen. Bewerbungen erfolgen über die Karrierebüros der Bundeswehr. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten können über www.DeinJahrFürDeutschland.de oder unter der kostenlosen Hotline 0800 9800880 gefunden werden.