Mittwoch, 13. Mai 2026
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Zeitgenössische Notlage

Arts in Involution

Es geht um Kunst, und um die Künstlerinnen und Künstler in der Kulturstadt Berlin. Volkswirtschaftlich betrachtet sind sie eine Randgruppe. Kreativwirtschaftlich sind sie aber sehr bedeutend: in der humanen Stadt entstehen ihren Ideen, Visionen, Kritiken, ihre neurodiversen und interkulturellen Disruptionen und Kreationen aus Erfahrung, Arbeit, Werken und Erschaffen.
Das geschieht nicht im luftleeren Raum: Ateliers und Präsentationsflächen werden benötigt, und dazu auskömmlicher Lebensunterhalt und die wohl wichtigste Kraftquelle: Aufmerksamkeit!

Aufmerksamkeit entsteht im Metropolenraum Berlin-Brandenburg allerdings nicht von allein. Ohne Kunstkritik fehlt auch die Würdigung künstlerischer und menschlicher Positionen. Marketing, Branding und Selbstmarketing und Institutionen stellen sich inzwischen vor die Künstler:innen und ihre Werke.

Textmeldungen, Vierzeiler und Presseankündigungen versinken in einer ungeheuren Nachrichtenvielfalt, die sich hinter Newslettern, Abo-Paywalls und Social Media entfaltet. Kunst & Kunstkritik erreichen ein demografisch schwindendes Publikum. Kunst gerät in Berlin in Not. — Es geht dabei um „die Wurst!“

Siehe: Zeitgenössische Kunstkritik in der Pankower Allgemeine Zeitung.