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Polizeimeldung vom 16.01.2020

Polizei Berlin

16.01.2020 | Wedding: Ohne Führerschein vor der Polizei geflüchtet

In der vergangenen Nacht floh ein alkoholisierter Mann in Wedding mit einem Audi vor der Polizei. Bisherigen Erkenntnissen nach stellten Polizeidienstkräfte gegen 3 Uhr auf der Müllerstraße den Audi fest, der zunächst sehr schnell und dann sehr langsam in Richtung Leopoldplatz fuhr. Als der Autofahrer zum Anhalten aufgefordert worden war, entzog er sich durch Beschleunigung der Kontrolle. Der flüchtende Wagen passierte in deutlich überhöhter Geschwindigkeit diverse Straßenzüge bis zur Kreuzung Hussitenstraße/Grenzstraße, wo er mit Hilfe eines zweiten Einsatzwagens der Polizei gestoppt werden konnte. Der 27-jährige alkoholisierte Fahrer war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Im Fahrzeug befanden sich außerdem der ebenfalls alkoholisierte Beifahrer und ein weiterer Mann. Alle Insassen wurden während der Sachverhaltsklärung vorübergehend festgenommen. Die beiden Letztgenannten wurden noch vor Ort und der Fahrer nach Durchführung einer erkennungsdienstlichen Behandlung in einem Polizeigewahrsam wieder entlassen. Das Auto wurde beschlagnahmt, die Ermittlungen dauern an.

15.01.2020 | Mitte: Landfriedensbruch und Steinwürfe

In Mitte kam es gestern Nachmittag zu einem Landfriedensbruch und in der vergangenen Nacht zu Steinwürfen auf ein Lokal. Gegen 17.50 Uhr versammelten sich am U-Bahnhof Spittelmarkt bis zu 100 Personen, die später geschlossen die Leipziger Straße betraten. Auf Ansprachen von zwischenzeitlich eingetroffenen Einsatzkräften reagierten diese nicht, auch gab sich keine Versammlungsleitung zu erkennen, die eine Kundgebung oder einen Aufzug anmeldete. Nachdem die Gruppe die Fahrbahn betreten hatte, skandierten aus ihr heraus mehrere Teilnehmende Parolen und zündeten pyrotechnische Gegenstände. Gegen 18.45 Uhr erreichten die Personen ein Lokal in der Leipziger Straße, in dem sich zu diesem Zeitpunkt mehrere Mitglieder einer Partei zu einer Gesprächsrunde getroffen hatten. Dort teilte sich die Gruppe in zwei Teile auf. Ungefähr 80 Teilnehmende blieben vor dem Haupteingang des Lokals, während die anderen zu einem Nebeneingang an der Markgrafenstraße gingen. Einige Personen begannen sich dort zu vermummen und versuchten gewaltsam, über diesen Nebeneingang in das Wirtshaus zu gelangen. Hierbei versuchten sie unter anderem die Türen aufzudrücken. Hinzugeeilten Einsatzkräften gelang es, die gewaltsame Gruppe abzudrängen und ein Betreten zu verhindern. Auch ein weiterer Versuch, sich hinter ausgerollten Transparenten versteckend dem Eingang zu nähern, konnte unterbunden werden. Gegen 21 Uhr versuchten erneut vier Personen in das Objekt einzudringen, was von den Einsatzkräften ebenfalls verhindert wurde. Kurz darauf wurde die unangemeldete Kundgebung für beendet erklärt und die Teilnehmenden verließen den Ort. Die polizeilichen Maßnahmen endeten gegen 23 Uhr. In diesem Zusammenhang leiteten die Einsatzkräfte Strafermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und gegen das Sprengstoffgesetz ein.

Gegen 0.30 Uhr warfen nach ersten Erkenntnissen zwei Unbekannte mehrere Steine gegen die Fensterfront des Lokals in der Leipziger Straße und beschädigten dabei fünf Fenster. Anschließend flüchteten sie. Ob ein Zusammenhang zur vorherigen nicht angemeldeten Versammlung besteht, ist Gegenstand der Ermittlungen, die der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin führt.

12.01.2020 | bezirksübergreifend Friedrichshain-Kreuzberg/Mitte:
Mehrere Festnahmen nach Drogenverkauf

Polizeikräfte nahmen nach einem mutmaßlichen Drogenverkauf in der vergangenen Nacht in Friedrichshain insgesamt drei Männer vorläufig fest. Gegen 3.10 Uhr klickten bei einem 27-Jährigen in der Straße Am Wriezener Bahnhof die Handschellen, nachdem er Drogen verkauft haben soll. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten bei ihm Betäubungsmittel und mutmaßlichen Handelserlös. Anschließend wurde er wieder entlassen. Weitere Beamte wollten den mutmaßlichen Drogenkäufer überprüfen, der schließlich in ein in der Nähe wartendes Auto flüchtete und dort auf der Beifahrerseite Platz nahm. Der Fahrer des Wagens ignorierte die Aufforderung auszusteigen und fuhr mit dem VW los. In diesem Zusammenhang musste ein Beamter dem Fahrzeug ausweichen, um nicht angefahren zu werden. Er blieb unverletzt und nahm die Verfolgung auf. Dazu nutzte er die Hilfe eines Taxifahrers, in dessen Wagen er stieg und dem flüchtenden Wagen bis zur Leipziger Straße folgte. Zwischenzeitlich teilte er seinen Kollegen den Fluchtweg mit, die dann zur Unterstützung kamen, den Wagen schließlich am Leipziger Platz stoppten und den 48-jährigen Fahrer sowie den mutmaßlichen Drogenkäufer und Beifahrer im Alter von 33 Jahren festnahmen. Bei dem Jüngeren wurden Drogen beschlagnahmt. Er kam zur erkennungsdienstlichen Behandlung in ein Gewahrsam und wurde anschließend wieder entlassen. Bei dem Fahrer wurde eine Atemalkoholkontrolle durchgeführt, die einen Wert von über 2,2 Promille ergab. Zudem war er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Er kam zu einer Blutentnahme ebenfalls in ein Polizeigewahrsam und wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

11.01.2020 | Mitte: Mit Holzlatte zugeschlagen

Gestern Abend soll es einen versuchten Raubüberfall in Mitte gegeben haben. Unter einer S-Bahnbrücke in der Rosa-Luxemburg-Straße soll bisherigen Erkenntnissen zufolge ein Obdachloser gegen 19 Uhr einem schlafenden 48-Jährigen, ebenfalls Obdachlosen, mit einer Holzlatte auf den Kopf geschlagen und von ihm Geld gefordert haben. Bei der anschließenden Rangelei konnte sich der 48-Jährige befreien. Mitarbeitende eines Sicherheitsdienstes in einem benachbarten Geschäft verständigten daraufhin Polizeikräfte, die sich auf dem Alexanderplatz auf Streife befanden. Sie versorgten den Verletzten und alarmierten die Berliner Feuerwehr, die den 48-Jährigen am Ort behandelte. Der 23-jährige Tatverdächtige, der namhaft gemacht werden konnte, war vor Eintreffen der Beamtinnen und Beamten geflüchtet. Ein Raubkommissariat hat die Ermittlungen übernommen.

ms