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Google Arts&Culture

Boticelli - Die Geburt der Venus

Seit Februar 2011 gibt es ein Großprojekt zum Thema Kunst und Kultur, das die Firma Google in Angriff genommen hat. „Google Arts & Culture“ sammelt digital Kunstwerke der größten Museen der Welt, um sie der Weltbevölkerung über das Internet zugänglich zu machen.
Nur zwei Nächte hat der Google-Manager Nelson Mattos jedem Museum eingeräumt, in denen die Google-Mitarbeiter die Daten jeweils eines Hauses in die riesige Datenbank von Google Arts & Culture eingepflegt haben.

Das Projekt entstand durch das persönliche Engagement der Firmenmitarbeiter. Entsprechend der Politik von Google gewährte das Unternehmen den Mitarbeitern 20 % ihrer Arbeitszeit für eigene Projekte. Aus deren kreativen Beschäftigung entstand die Idee einer digitalen Kunstlandschaft, das Unternehmen fand das Projekt gut und erweiterte sich zu einem globalen Kulturinstitut.

Die vielfältigen Möglichkeiten einer virtuellen Welt werden bei dem Projekt voll ausgeschöpft. Google arbeitet auf multimedialer Ebene, mit hochauflösenden Grafiken, Audio, Video und virtuellen Rundgängen in der Manier von Streetview. Zu dem greift das Unternehmen auf Storybuilding zurück und erschafft so eine virtuelle Welt, in die Besucher voll eintauchen können, ohne je an den tatsächlichen Kunstorten gewesen zu sein.

Multimediale Erlebnisse
Das Projekt ist groß angelegt. Google beschränkt sich dabei nicht auf Museen und Kunsthäuser, sondern geht auch zu den Ereignisorten der Geschichte und lässt sie in der virtuellen Welt heute real werden. So zeigt es Rundgänge durch historische Stätten aus der Antike gleicherweise wie aus der modernen Welt.

Das Google-Kulturinstitut entwickelt darüber hinaus neue Tools un Technologien, die spezielle für den Kultursektor interessant sind und die Besonderheit von Kunstschätzen darstellen zu können.  Mit „Art Cameras“ werden Gemälde in ultrahoher Auflösung abgebildet.

Zur Zeit begrüsst Google den Frühling auf seiner Seite mit zehn Blumenkunstwerken auf der Titelseite.  Ein Link führt hinter die Kulissen von acht britischen Filmklassikern und gibt Einblick in einige der berühmtesten Orte Großbritanniens.  Bruegels Meisterwerke können in der virtuellen Realität besichtigt werden, z.B. der Fall der Rebel Angels im 360 ° Rundgang.  In der Bento-Box lassen sich köstlichen Fakten über Japans kultige Küche entdecken und mehr über die Geschichte des japanischen Essens erfahren. artsandculture.google.com/

Urban Street Art und Wandgemälde
Zehn unglaubliche Orte für Straßenkunst rund um den Globus zeigt das Projekt von Australien bis Argentinien, dort sehen sie beeindruckende Sprühbilder von talentierten Straßenkünstlern kennen, die längst Kultstatus erreicht haben.  artsandculture.google.com/Story/iAWxzhmS3pNmLQ

Aus Buenos Aires, Argentinien sieht man ein Wandgemälde von Sixe und Chu, das sich in der Nachbarschaft von Chacarita,  in der Dr. Benjamin Canard y Castillo Street befindet. In der berühmten Blender Lane, in Melbourne blüht eine farbenfrohe Straßenkunstszene.  Schablonen, Wandmalereien, Schilder und Past-ups füllen diese kleine Gasse und verwandeln sie in ein besonderes Kunstwerk.

In portugisischen Lissabon ist die breite Mauer des Psychiatrischen Krankenhauses einen Kilometer lang mit Straßenkunst geschmückt. Etwas makaber wirken die Gemälde an diesem Ort der psychischen Verwirrungen. Auf dem blauen Hintergrund sind viele verschiedene Gesichter zu sehen – tote und lebende.

Aus London hat Google Arts & Culture im Distrikt Shoreditch Kunst herausgepickt. Dort sind gleich mehrere Straßen von Wand zu Wand mit einer faszinierenden Straßenkunst gefüllt. Die virtuelle Tour beginnt an der Redchurch Street.

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