Dienstag, 18. Juni 2024
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SHALOM-MUSIK.KOELN – Begeisterung beim Publikum

Shalom-Musik.Köln

In Köln konnten BesucherInnen vom 4. bis zum 11. August 2022 eine Woche lang jüdische Kultur erleben. Das Kölner Forum für Kultur im Dialog zieht Bilanz: „So etwas muss es öfter geben!“ — Die Reaktionen auf die Festival-Premiere waren Begeisterung und Jubel.

Über 8000 Menschen besuchten die 63 Veranstaltungen des Festivals, das an 23 Orten stattfand. Beim „Langen Tag mit jüdischer Musik“ drängten sich die BesucherInnen durch voll besetzte Konzertsäle. Internationale Weltstars waren zu Gast in Köln. Während der Israelische Klubnacht waren Acts aus Berlin und Tel Aviv in Kooperation mit c/o pop zu sehen.

Klangvolle Höhepunkte, große Namen — berührende Geschichten

Das Kölner Festival stellte die Vielseitigkeit jüdischer Musik in den Fokus und baute Brücken zwischen den unterschiedlichen Musikstilen – von Klassik über Klezmer bis hin zu urbanen DJ-Sounds. Das vielfältige musikalische Angebot reichte von mittelalterlicher Synagogalmusik über Klassik und Folk bis hin zu zwei Uraufführungen von kompositorischer Avantgarde.

„Großartige Interpreten und Arrangements“, „überrascht von der fantastischen Vielfalt jüdischer Musik“, „unterhaltsam und auch ein bisschen kölsch“: Begeisterte Kommentare wie diese waren in der von den Besuchern des Festivals zu hören. Auch die Frage war häufig zu hören: „Wann gibt es ein solches Angebot noch einmal?“

Der Auftakt des neuen Musikfestivals SHALOM-MUSIK.KOELN stand unter der Schirmherrschaft von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. In seinem Grußwort resümiert Hendrik Wüst:

Die Stadt Köln und das Land Nordrhein-Westfalen stehen für Vielfalt und Weltoffenheit. Darauf sind wir stolz. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass jüdisches Leben als das angesehen wird, was es ist: ein lebendiger und sichtbarer Teil unserer Gesellschaft und prägender Teil unserer Kultur.“

Festival der musikalischen Höhepunkte

Der Kulturverein „Kölner Forum für Kultur im Dialog e.V.“ (KFKD) und die Synagogen-Gemeinde Köln initiierten das neue Festival-Format. Es soll künftig alle zwei Jahre in Köln gefeiert werden.

Das Thema der ersten Ausgabe stand unter dem Motto „Zuversicht“ und umspannte jüdische Motive der Trauer und der Freude. Klangvolle Höhepunkte, große Namen und berührende Geschichten bot das Festival zur Genüge. Das weltberühmten Jazz-Quartetts um den Trompeter Avishai Cohen in der Kölner Flora war bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Die israelische Klubnacht in Köln-Ehrenfeld bot mit „Ryskinder“ und „The White Screen“ Elektro-Pop aus Berlin und Tel Aviv. Die jungen MusikerInnen stehen mit ihrem ganz besonderen Mix aus modernen Sounds und hebräischem Gesang für die aktuelle Entwicklung der israelisch-jüdischen Popkultur.

Einen Höhepunkt von SHALOM-MUSIK.KOELN bildete auch das Abschlusskonzert in der Kölner Synagoge. Beim Finale begab sich das Ensemble La Morra um die Cembalistin und Flötistin Corina Marti auf Spurensuche nach früher jüdischer Musik im 15. und 16. Jahrhundert in Spanien, Italien, Deutschland und Polen.
Dem Abend wohnten auch u.a. der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen André Kuper, Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker sowie die Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland Anne Henk-Hollstein bei.

„Begeisterung für jüdische Musik ist der beste Schutz vor Antisemitismus“

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker äußerte sich auf diese Weise über das Festival und freut sich auf seine Fortsetzung in zwei Jahren.

Das Kölner Forum für Kultur im Dialog e. V. wurde bei der Organisation des Festivals vom Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Köln und dem LVR gefördert. Der Kölner Kulturverein hat sich zum Ziel gesetzt, im Zusammenwirken mit öffentlichen und privaten Partnern den Dialog und einen Austausch zu gesellschaftlich relevanten Themen zu ermöglichen. — Ein beispielgebendes Format, das gut auch zu Berlin passt und interkulturelle Dialoge entfaltet.


Weitere Informationen:

www.shalom-Musik.koeln