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202030 – The Berlin Fashion Summit

202030 The Berlin Fashion Summit

Prolog | Michael Springer

Berlin ist eine der kreativen Weltstädte für Modedesign, Nachhaltigkeit und fair produzierte Textilien. Die größten Ideen- und Finanzgeber sitzen mitten in der Stadt: die Bundesregierung mit ihrer Unterstützung der Nachhaltigkeitsziele der UN, das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Zwei Kunsthochschulen, mehrere private Modeschulen und eine breite kreative Szene mit Designer*innen, Modelabels und ein vom Lockdown geplagter, vielfältiger Modehandel — dazu E-Commerce-Händler wie Zalando — bilden die Basis.

Beste Ausgangsbedingungen für eine bedeutende Berlin Fashion Week, die auf starke Förderstrategien und -ziele,  potente Förderpartner und viele wirtschaftliche Partner, Akteure und etablierte Wertschöpfungsnetzwerke aufbauen könnte.

Trotzdem hat die Berlin Fashion Week einen großen Bedeutungsverlust hinnnehmen müssen, zumal wichtige Akteure von der Messe Frankfurt erfolgreich abgeworben wurden.

Was heute fehlt: die „Fertigungstiefe und Zusammenarbeit“ mit der internationalen Industrie. In Berlin fehlt dazu eine strategische, kreativwirtschaftliche Orchestrierung, die den ganzen Standort Berlin fördern, neu positionieren und auf Dauer in Weltmärkten präsent halten kann.

Die Förderpolitik des Berliner Senats hat bisher noch keinen großen Entwurf hervorgebracht. Längst hat die Metropole Berlin die versammelten Köpfe und Potentiale für einen zwölften Innovations-Cluster für ARTS, DESIGN & INDUSTRIES der die bisher elf Zukunftsorte ergänzen könnte.

Dazu müßte sich die Wirtschaftsförderung von Antrags-Ökonomien und Marketing-Förderungen in Richtung auf GRW-Förderung und Investitions- und Plattform-Ökonomien hinbewegen!

Digitale Produktionsplattformen und neue Gewerbe-Cluster, Design-Labore und Werkstätten müssen auch in Berlin neu entstehen. Die Vernetzung von Internet, Internet der Dinge und Internet der Sinne ist die neue syntegrative Zukunftsperspektive für alle Design-Branchen!

Neue Technologien, Produktionsmaschinen, verteilte Produktionsmittel, Medientechnologien, Design-Roboter, Textilveredelung und Transport- und Lagersysteme müssen auch durch Sharing-Modelle für die traditionell eigenkapitalschwachen Designer*innen und Schöpfer*innen verfügbar gemacht werden.

Design- und Urheberrechte könten auch besser genutzt werden, um gesamte Fertigungsketten für die wirtschaftliche Wertschöpfung nutzbar zu machen und weltweit stabile Partner zu gewinnen.

Für weltweite Konzern-Einkäufer attraktiv wäre auch die Syntegration von Kollektion, Showroom- und Brand-Design und Virtual-Show-Room-Design, wie sie etwa in Shanghai an einem Tag „gepitcht“ und „gekauft“ werden können.

Berlin Fashion Week 2021

Nun startet die nächste Berlin Fashion Week. Die an Jährlichkeiten orientierte Routine wird neu angehoben, die Senatsverwaltung für Wirtschaft und Betriebe formuliert:

„Einen starken Aufschlag macht die Berlin Fashion Week mit dem neuen, digitalen „202030 – The Berlin Fashion Summit“, einer disziplinübergreifenden Plattform, die auf ein kollektives Nachhaltigkeitskonzept sowie starken Content setzt. Avantgarde-Kreative treffen auf Protagonisten und Branchenakteure und erarbeiten gemeinsam Lösungen für die Bedürfnisse der unterschiedlichen Modeindustrien, Konsumkulturen und innovationsgetriebenen Nachhaltigkeits- und Tech-Bewegung.“

Als Veranstalter konnte das studio MM04 in Zusammenarbeit mit der Berliner Sqetch Agency sowie dem Berliner Beneficial Design Institute zahlreiche renommierte Expert*innen aus den Bereichen Mode, Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung, Politik sowie Technologie als Partner gewinnen. Darunter u.a. Leslie Holden (Mitbegründerin The Digital Fashion Group), Evelyn Mora (Gründerin Helsinki Fashion Week), Huang Damur (Gründer Damur), Bandana Tewari (Nachhaltigkeitsaktivistin und Lifestyle-Journalistin) und Matthew Drinkwater (Head of Fashion Innovation Agency London).

Das Ziel

„Durch die Einbeziehung von Experten aus den verschiedenen Disziplinen will das neue Format einen visionären, kreativen und ermutigenden Dialog anregen und konkrete sowie greifbare Verbindungen und Lösungen für eine nachhaltigere Zukunft der Mode aufzeigen.“

Mitten im Corona-Lockdown ist die Branche in großer Not. Doch es erwächst das Rettende auch!
Denn auch die gesamte Stadt muss sich quasi neu erfinden!    Smart City der Daten und Digisate? — Oder doch schon die „Smart Citizens City“ mit Partizipation und analog-medialen Innovationen und den ersten Showrooms des „Internet der Sinne“?  Die Alternativen sind ganz nah!

Weitere Informationen:
Datum: 21.bis 24. Januar | www.202030summit.com