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Neubau der Elsenbrücke: Vorfertigung ermöglicht kürzere Bauzeiten

Dr. Robert Momberg,

Die gestrige Botschaft vom notwendigen Neubau der Elsenbrücke hat den Blick auf die empfindliche Straßeninfrastruktur in Berlin gelenkt. Die von der Verkehrssenatorin angekündigte lange Bauzeit hat jedoch in Branchenkreisen für Kopfschütteln gesorgt. Auf Anfrage der Redaktion bei der Geschäftsstelle des Bauindustrieverband Ost e.V. in Potsdam hat sich nun Hauptgeschäftsführer Dr. Robert Momberg mit einem Statement gemeldet. Er bezieht sich ausdrücklich auf die von Senatorin Günther genannten Bauzeiten für den Ersatzneubau der Elsenbrücke und erklärt:

„Das Vorgehen für den Ersatzneubau der Elsenbrücke ist unter der Prämisse des laufenden Verkehrs schlüssig. Doch eine gezielte Förderung von Senatsseite, der Haushaltsüberschuss und letztendlich auch die Tatsache, dass es sich hierbei um einen Ersatzneubau handelt, der einen unkomplizierten und zügigen Genehmigungsprozess erwarten lässt, bieten eine solide Grundlage, um die Elsenbrücke in kürzerer Zeit zu bauen, als es Senatorin Günther vorsieht.“

Dr. Romberg sieht noch erheblichen Spielraum:

„Planer und Ingenieure müssen sich nun schnell gemeinsam an einen Tisch setzen und zügig ausschreiben. In der Konstruktionsweise, wie immer sie aussieht, sollte mit Blick auf die Zeit ein hoher Grad der Vorfertigung angestrebt werden.“

Auch bei den Ausschreibungen sieht Dr. Romberg Optimierungsmöglichkeiten.

„Außerdem müssen Vergabeverfahren allein Kriterien beinhalten, die in einem sachlichen Zusammenhang mit dem Auftragsgegenstand stehen. Das spart viel Zeit und personelle Ressourcen, die anderweitig viel nötiger sind. Schnelle Genehmigungsprozesse sind Voraussetzung für eine zügige Bauaufnahme und eine rasche Fertigstellung. Der Planungsprozess seitens der Bauverwaltung muss ebenso wie der Ausführungsprozess der Baufirmen rechtzeitig und aufeinander abgestimmt stattfinden.“

Elsenbrücke über die Spree in Treptow
Elsenbrücke über die Spree in Treptow – Foto: Axel Mauruszat CC BY SA 3.0 de

Auch dem Hinweis auf mögliche Kapazitätsengpässe baut Dr. Romberg vor:

„Optimierte Bauzeiten werden sicher nicht an vermeintlichen Kapazitätsengpässen der Bauwirtschaft scheitern, wie in der Vergangenheit von Senatsseite kommuniziert.“

Die Stellungnahme erreichte die Redaktion zu einem Zeitpunkt, als noch nicht die Erneuerung der Mühlendammbrücke angesprochen war. Da es sich um eine baugleiche Brückenkonstruktion handelt, kann man die Ratschläge von Dr. Romberg sicher auch bei diesem Vorhaben beherzigen.

ms
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