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„Public-Private Health-Strategie“ gegen Sars-CoV-2

Corona-Hacking: Covid-19 gezielt angreifen

Von Michael Springer

Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11.03.2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt.
Die Risikobewertung des Robert-Koch-Institutes gibt den aktuellen Stand der Erkenntnisse zur Gefährdung und zur Übertragbarkeit wieder (Stand 17.8.2021).
Zu Infektionsschutzmaßnahmen und Strategie benennt das RKI darin weiterhin die „Die drei Säulen der Strategie zur Bekämpfung von COVID-19“

  • Eindämmung der Ausbreitung der Erkrankung (Containment, dazu gehört auch die Kontaktnachverfolgung),
  • Protektion (Schutz vulnerabler Gruppen, u.a. durch Impfung)
  • und Milderung der Erkrankungsfolgen.

Das RKI schreibt dazu: „Bei der Bewältigung der Pandemie wirken die verschiedenen Maßnahmen der Strategie zusammen und verstärken sich gegenseitig, um die Folgen der COVID-19-Pandemie für Deutschland zu reduzieren.“

Dabei wird vom RKI der Fokus auf die Reduzierung von Kontakten gelegt:

„Grundsätzlich sollte bei allen physischen Kontakten außerhalb der gemeinsam in einem Haushalt lebenden Personen weiterhin auf Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung geachtet werden. Zu den empfohlenen Maßnahmen zählen:

  • das Abstandhalten,
  • das Einhalten von Husten- und Niesregeln,
  • das Tragen von Masken
  • und ausreichende Lüftung (= AHA+L-Regeln).

Dies gilt auch bei Menschenansammlungen im Freien, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht sicher eingehalten werden kann. Beim Aufenthalt in geschlossenen Räumen ist grundsätzlich eine regelmäßige intensive Lüftung wichtig, um infektiöse Aerosole zu reduzieren, da die Übertragung durch Aerosole in schlecht belüfteten Innenräumen allein durch die Einhaltung der AHA-Regeln nicht sicher verhindert werden kann.“

Die Zielsetzung: „Es ist weiterhin von entscheidender Bedeutung, die Zahl der Erkrankten so gering wie möglich zu halten und Ausbrüche zu verhindern. Nur dadurch kann die Belastung im Gesundheitswesen so niedrig gehalten werden, dass einerseits eine gute medizinische Versorgung aller kranken Personen (auch unabhängig von COVID-19) möglich ist und andererseits das Infektionsgeschehen durch die Gesundheitsämter bearbeitet werden kann.“

Die Grundprinzipien der Risikobewertung des RKI basieren bisher auf:

  • „Übertragbarkeit: Fallzahlen und Trends zu gemeldeten Fällen gemäß Infektionsschutzgesetz in Deutschland und in anderen Staaten.
  • Krankheitsschwere: Anteil schwerer, klinisch kritischer und tödlicher Krankheitsverläufe sowie Langzeitfolgen von COVID-19 in Deutschland und in anderen Staaten.
  • Ressourcenbelastung des Gesundheitssystems (Öffentliches Gesundheitswesen, klinische Versorgung) in Deutschland und in anderen Staaten unter Berücksichtigung der jeweils getroffenen Maßnahmen sowie aller Möglichkeiten der Prävention und Kontrolle.“

Die bisherigen Einschätzungen des RKI haben dazu geführt, eine „epidemische Notlage von nationaler Tragweite“ festzustellen und im Deutschen Bundestag zu beschließen.
Dieser Gesundheitsnotstand erlaubt mitunter tiefe und zahlreiche Eingriffe in die Grundrechte und in die Gewaltenteilung.
Das Infektionsschutzgesetz hat dazu die Regeln und setzt voraus, dass eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Bundesrepublik Deutschland besteht. — Ob diese ernsthafte Gefahr noch besteht, oder weiter besteht, ist umstritten!
Verfassung, Grundrechte und Freiheitsrechte sowie die Verfassungsgebote erfordern eine fortlaufende Überprüfung, um alle Eingriffe und Einschränkungen von Grund- und Freiheitsrechte und in die individuelle und wirtschaftliche Bewegungsfreiheit zu minimieren.

Damit ist die systemische Anforderung verbunden, aus Notmaßnahmen zum Infektionsschutz zu einer proaktiven „Public-Private-Health-Strategie“ überzugehen, die auch ähnliche Pandemien abwehren und mildern kann.

Pandemie-Bekämpfung mit Lockdown, Kontaktbeschränkungen und Impfschutz

Als die WHO am 11.03.2020 den Ausbruch von Covid-19 zur Pandemie erklärte, war die Bundesregierung nicht vorbereitet, obwohl der „Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012“ bereits eine ausführliche „Risikoanalyse „Pandemie durch Virus Modi-SARS““ ( Deutscher Bundestag Drucksache 17/12051 vom 3.1.2013 ) enthielt und entsprechende Vorsorgemaßnahmen einforderte. Sieben lange Jahre hat man ungenutzt verstreichen lassen, und Vorsorge und Beschaffung von Schutzmasken und Schutzkleidung verabsäumt.

Die Bekämpfung der Pandemie startete in Deutschland völlig überhastet und folglich mit vielen technischen und konzeptionellen Mängeln und vielen Management-Schwächen, die weitere wertvolle Zeit vergeudeten.

Erst am 6. März 2020 gestand man ein, das Virus könne über die Luft übertragen werden, und folgte damit den Erkenntnissen der WHO.

Praktisch alle Beteiligten — vom Bundeskanzleramt, über Gesundheitsministerium, Landesregierungen bis hinunter zu den Gesundheitsämtern — haben danach stetig unter „Druck und Gefahr im Verzug“ gehandelt, ohne je „proaktiv vor die Lage“ zu kommen.

Die zur Verfügung stehenden Handlungsmöglichkeiten wurden dabei nicht umfassend genutzt und weiter entwickelt. Arbeitsmedizin, Umweltmedizin, Lufthygiene, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und Experten der Klima- und Lüftungstechnik sowie der Unfallversicherungsträger wurden nicht vom Bundeskanzleramt systematisch einbezogen.

Stattdessen wurden Modellrechnungen und -Prognosen zu Kontakten und Kontaktverhalten sowie Inzidenzen zu den vorrangigen Maßstäben der Pandemie-Bekämpfung.

Daraus wurden die unterschiedlichsten Maßnahmen von „Lockdowns“ und „Einschränkungen“ des öffentlichen und privaten Lebens abgeleitet und „politisch abgewogen“ — ohne dabei in jedem Fall über methodisch gesicherte Annahmen zu verfügen.

Die „ZeroCovid“-Bewegung und das Zusammenwirken von RKI, Infektiologen und „Medizinstatistiker und Modell-Rechnern“ hat dabei eine mächtige Eigendynamik entfaltet.

„No-Covid erreichen und halten“, forderten etwa die Virologin Melanie Brinkmann (47) und der Immunologe Michael Meyer-Hermann (54, beide Helmholtz-Institut). Alle Einwände, dass eine Niedrig-Inzidenz ohne Dauer-Lockdown in Deutschland nicht möglich sei, wurden beiseite gewischt.

Parallel wurden gewaltige Anstrengungen in der Biomedizin zur Entwicklung und Genehmigung von neuartigen Impfstoffen unternommen, die als alleinige Mittel der Wahl zur Überwindung der Corona-Pandemie positioniert und sogar als „Heilsversprechen“ präsentiert wurden:

Kompass-PR: „Der Corona Impfstoff – das Heilsversprechen zur Überwindung der Pandemie: europäische und nationale Perspektive“, Kompass Gesundheitskommunikation). — Man glaubte zu wissen, das Covid-19-Virus könne damit endgültig besiegt werden.

Politik, Wissenschaft und Exekutive haben sich dabei weitestgehen auf die Impfstrategie konzentriert. Alternative Ansätze wurden weitgehend ausgeblendet, oder nur sehr zögerlich umgesetzt. Der Einsatz von Luftfiltern in Schulen wurde noch um Frühjahr 2021 vom Umweltbundesamt als bedenklich abgelehnt. Erst im Sommer wurde diese Stellungnahme gewandelt und eine Empfehlung ausgesprochen.

No-Covid-Strategie vor dem Scheitern

Inzwischen ist die No-Covid-Politik in Israel mit der Delta-Variante, gescheitert: „A grim warning from Israel: Vaccination blunts, but does not defeat Delta“ ( Sciencemag 16.8.2021 ).
Island verzeichnet aktuell wieder steigenden Inzidenzen, obwohl die gesamte Bevölkerung geimpft wurde: „Stark gestiegene Coronazahlen auf Island“ ( Ärzteblatt 02.08.2021 ). Australien kämpft mit den härtesten Lockdowns gegen das Coronavirus, und muss sich nun eingestehen: „In Australien droht die „Zero Covid“-Strategie an der Delta-Variante nun zu scheitern.“ ( Handelsblatt 10.08.2021 ). In Neuseeland wird an der No-Covid-Strategie festgehalten. Ein einziger neuer Infektionsfall in Auckland mit 23 Kontaktpersonen führte zu einem „snap lockdown“, erstmals nach 6 Monaten: „New Zealand enters nationwide lockdown over one Covid case“ (BBC News 17.08.2021 ).
Auch in China flammt die Pandemie wieder auf, die Delta-Variante ist sogar in Wuhan angekommen, wie das Wallstreet Journal berichtet.

Dies hat inzwischen unabsehbare wirtschaftliche Folgen, die auch das Leben von Menschen bedrohen.

Marco Buschmann (MdB FDP) forderte daher aktuell, den Gesundheitsnotstand aufzuheben: „Gesundheitsnotstand: Warum die Verlängerung der epidemischen Lage falsch ist“ ( WELT 22.8.2021 ).

Gefahren-Minderung und Gefahrenabwehr – Einstieg in eine „Public-Private Health-Strategie“ gegen Sars-CoV-2

Bisher hat die deutsche und internationale Gesundheitspolitik noch keinen Plan B, der im Regierungshandeln und in der praktischen Umsetzung planvolle Maßnahmen und Strategien zur direkten „Gefahren-Minderung“ und „Gefahrenabwehr“ über AHA + L_Regeln und Impfung hinaus in Gang setzt.

Die proaktive Gefahrenminderung und Gefahrenabwehr muss vor allem auch auf evidente physikalische und biomedizinische Wirkungsmuster und bekannte Ansteckungseffekte aufgebaut werden. Diese Wirkungsmuster und Ansteckungseffekte müssen durch wirksame Gegenmaßnahmen selbst ausgeschaltet werden.

Der Schlüsselsatz des RKI wurde auch vom Umweltbundesamt geteilt: „Der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 in der Allgemeinbevölkerung ist die respiratorische Aufnahme virushaltiger Partikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen, Singen und Niesen entstehen.“

1. Schritt: Minimierungsstrategie durch Lüftung

In einer Handreichung von Wolfram Birmili, vom Fachgebiet II 1.3 „Innenraumhygiene“, für die Fortbildung im Öffentlichen Gesundheitsdienst: „Corona-Viren in Innenräumen – Minimierung des Infektionsrisikos durch Lüftung“ sind die wichtigsten Maßnahmen erklärt und aufgeführt.

Die Autoren warnen jedochfür den Bereich Schulen und Klassenzimmer:
Das absolute Infektionsrisiko mit SARS-CoV-2 hängt im Einzelfall immer von Unwägbarkeiten ab, die sich mit den existierenden Modellen nicht auflösen lassen! — Modellergebnisse können die Größenordnung des absoluten Infektionsrisikos einordnen und Aspekte zur Risikoabwägung beitragen und helfen, Prioritäten bei der Nutzung von Räumlichkeiten festzulegen.
Modellergebnisse sind aber danach keine alleinige Begründung für den „sicheren“ Aufenthalt in Räumen.

2. Schritt: Inaktivierung und Zerstörung der Viren in der Innenraumluft

Das Coronavirus ist wie alle lipid-umhüllten Viren leicht zu inaktivieren. Dazu sind physikalische Methoden einsetzbar: Hitze, Bestrahlung (UV-C, Gammastrahlung) und die Entfernung per Nanofiltration aus der Luft.

Chemisch lassen sich Corona-Viren durch Alkohol, Peroxyverbindungen,
Detergenzien, aggressive Chemikalien (Hypochlorit, NaOH, Säuren,
Ethylenoxid, beta-Propiolakton etc. unmittelbar zerstören. Desinfektionsmittel nutzen diese Stoffe in unterschiedlichen Mischungen und Verwendungsformen.

Auch haushaltsübliche Kaltreiniger („Meister Proper“ o.ä.) desinfizieren Oberflächen, Wände und Fußböden, wenn sie mit Nassfilm aufgetragen werden.
Aggressive Chemikalien wirken auch auf den Menschen, und dürfen in der Regeln nicht eingeatmet werden, weil sie schwere Gesundheitsschäden verursachen können.

Bausteine einer Public Health-Strategie gegen Corona

Eine gesundheitsverträgliche, biologisch verträgliche und sogar heilsame Public-Health-Strategie zur Hygienisierung der Innenraumluft wäre der beste Ansatz, um die „epidemische Lage“ wirksam und schnell zu beenden.

In dem Beitrag „Mit Salz gegen Corona“ wird eine breit anwendbare und ausbaufähige Public-Health-Strategie mittels HOCl-haltiger feiner Aerosole beschrieben, die durch Aerosol-Vernebler in der Innenraumluft angereichert werden.
Im Prinzip wird damit „Meeresluft“ hergestellt, die in der Luft verteilte Virus-Partikel und -Aerosole inaktiviert. Innenräume können damit sogar zu „Luftkurorten“ werden!

Gezielt eingesetzt, können HOCl-haltige feine Aerosole in Gebäuden die akute und latente Virengefahr ausschalten. Die geeignete Lüftungstechnik mit Zerstäubern und Klimageräten zur Luftbefeuchtung ist lange marktreif und einsetzbar.

Eine Forschungsaufgabe muss dazu allerdings noch gelöst werden:

„Wie lange muss ein Mensch HOCl-haltige feine Aerosole — künstliche Meeresluft — einatmen, um auch aktive Viren im Atemtrakt und im tieferen Lungenraum zu inaktivieren?“

Reicht eine Stunde, oder acht Stunden? Oder sind es nur wenige Atemzüge?

Die Antwort wird dazu beitragen, die aktuelle „epidemische Lage“ und auch künftige Pandemien wirksam zu begrenzen!

Private-Health-Strategie gegen Corona-Infektionen

Für den individuellen und privaten Schutz gibt es heute auch bereits eine beachtliche Zahl von Methoden, die im Mund, Rachen und oberen Atemtrakt wirken. Die Forschung und vor allem Lungenfachärzte im Kur- und Heilstättenwesen verfügt bereits über ausreichende Kenntnisse, um die Wirkung von „Meeresluft“ und medizinischen Inhalationen zu beurteilen.

Eine „Private-Health-Strategie“ gegen Corona-Infektionen erfordert allerdings regelmäßige Übung und Disziplin im Alltagsablauf:

  • Gurgeln,
  • Inhalieren
  • Desinfizieren
  • Maske tragen
  • Abstand halten
  • Husten und Niesen in die Armbeuge.

Eine im Mund und Atemtrakt vorhandene Viruslast kann so in jedem Fall sehr wirksam verringert und sogar beseitigt werden — und vermieden werden.

Die Bekämpfung der Corona-Pandemie mittels Hygienisierung der Innenraumluft und Inhalation viruzider Aerosole und Sprays wird schon in ganz naher Zukunft die wirksamere und nachhaltigere Strategie werden, die alle Handlungsmöglichkeiten nutzen können, um die Virusverbreitung schon in der Innenraum- und Atemluft zu stoppen.


Weitere Informationen:

Corona-Hacking: SARS-Covid-19 Viren gezielt angreifen und zerstören — Bausteine für eine „Public-Private Health-Strategie“
Ein White-Paper mit Anwendungen, neuen Patenten und Methoden ist in Vorbereitung. Anfragen bitte an: info@anzeigio.de