Mittwoch, 19. Juni 2024
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NATO-Nordflanke: Bundesmarine verstärkt die Seeraumüberwachung der Ostsee

Flottendienstboot „Alster“

Das Flottendienstboot „Alster“ ist am 26.2.2022 aus dem Marinestützpunkt Eckernförde in die östliche Ostsee , um Auge und Ohr nicht nur für die Marine, sondern für die gesamte Bundeswehr zu sein. Das Flottendienstboot der Oste-Klasse ist ein Aufklärungsschiff, das auf das Überwachen von See- und Küstengebiete spezialisiert ist. Dazu dienen ihnen besonders effiziente elektronische, hydroakustische und elektro-optische Sensoren.

Aktueller Anlass dieser Maßnahme ist die im Moment zugespitzte Russland-Ukraine-Krise und die verstärkte Bedrohung, die insbesondere Deutschlands Partner in Osteuropa wahrnehmen. „Die Deutsche Marine, die Bundeswehr und das gesamte Bündnis brauchen jetzt ein gesichertes Lagebild. Dazu trägt die Marine neben anderen Aktivitäten auch mit dem Flottendienstboot ‚Alster‘ bei“, betonte Vizeadmiral Jan C. Kaack (59), Befehlshaber der Flotte.

Die „Alster“ hat um elektromagnetische, hydroakustische und elektro-optische Geräte zur strategischen Informationsgewinnung in Krisengebieten an Bord. Für die Bedienung der Frühwarn-, Fernmelde- und Aufklärungseinrichtungen können je nach Auftragsart bis zu 40 Spezialisten aus allen Teilstreitkräften eingeschifft werden. Die Schiffe der Oste-Klasse können sowohl auf sich allein gestellt operieren als auch im Wirk- und Kommunikationsverbund mit anderen Einheiten und Dienststellen deutscher und internationaler Streitkräfte.

Das Flottendienstboot „Alster“ ist Teil der NATO Response Force und soll anlässlich des Ukrainekriegs gesicherte Daten zu liefern.Das Aufklärungsschiff soll die russischen Aktivitäten im Ostseeraum überwachen und ein umfassendes Lagebild verschaffen. Die Alster verstärkt dabei die Nordflanke der NATO in der Ostsee.

Die derzeit in Wilhelmshaven liegende Korvette „Erfurt“ ist ebenfalls am 26.2.2022 ausgelaufen, um sich der Standing NATO Maritime Group 1 (SNMG 1) anzuschließen. Der Marineverband ist vor allem für die Kontrolle und den Schutz strategisch wichtiger Seewege in Nordatlantik, Nordsee und Ostsee zuständig.
Die Korvette „Erfurt“ gehört zu den modernsten Schiffen der Bundesmarine, Sie ist mit Luft- und Seezielflugkörpern ausgestattet und führt auch einen U-Jagd-Hubschrauber Sea Lynx mit.

Weitere Informationen:

Bundeswehr: Korvette „Erfurt


Redaktioneller Hinweis
Die Bundeswehr ist in mehreren Einsatz-Aufträgen an der NATO-Ostgrenze im Einsatz. Neben den maritimen Einsätzen sind Einheiten des Luftwaffengeschwaders 74 aus Neuburg (Bayern) mit sechs „Eurofightern“ in Rumänien auf dem Flugplatz Contanta am Schwarzen Meer stationiert.
In Litauen befinden sich Einheiten des Heeres mit „Kampfpanzern“, „Panzerhaubitzen“ und „Schützenpanzern“ im Rahmen der NATO-„Enhanced Forward Presence“. Sie sind dort zusammen mit Soldaten aus Belgien, Frankreich, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen und Tschechien im rotierenden Einsatz und bilden die „Battlegroup Litauen.“ — Zu den Einsätzen sind Videos der Bundeswehr und des Bayrischen Rundfunks auf YouTube zu finden.
— Das Bild einer nicht einsatzfähigen Bundeswehr in der Öffentlichkeit muss korrigiert und mit Fakten berichtet werden.
Kontakt: info@berlin-mitte-zeitung.de

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