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„Startup-Map.Berlin“ in Amsterdamer Dealroom ausgelagert

Berliner Startup Map

Die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft ist stolz auf das neue Projekt der Berliner Startup-Landkarte „Startup-Map.Berlin.“

In der Sitzung des Berliner Senats am 9. April 2019 wurde der Start des schon seit Wochen im Netz zu findenden Projekts beschlossen. Optimistisch wird das Projekt vorgestellt:

Startups sind ein Motor für den wirtschaftlichen Aufschwung in Berlin. Um den Überblick über das Berliner Startup Ökosystem zu verbessern, hat die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe eine Webseite initiiert. Mit der Startup-Map.Berlin wird nun eine erste Auflistung der Berliner Startups ermöglicht. Das geht aus einem Bericht an das Abgeordnetenhaus hervor, den der Senat heute auf Vorlage der Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop, beschlossen hat.

Senatorin Pop: „Wir wollen den Berliner Startups zeigen, dass wir ihre Leistungen für die Stadt anerkennen. Gleichzeitig sind etablierte Berliner Unternehmen daran interessiert, Startups und deren innovative Produkte und Dienstleistungen schnell kennenlernen zu können. Mit der Startup-Map.Berlin ermöglichen wir der interessierten Öffentlichkeit, aber auch der Verwaltung, ein schnelles Finden von Startups. Das gesamte Startup-Ökosystem wird mit der Map transparenter, zudem haben wir die Möglichkeit, unsere vielfältigen Förder- und Unterstützungsangebote gezielter bei den jungen Unternehmen bekannt zu machen.“

Strategischer Lückenschluß im Internet ….?

In der Pressemitteilung vom 9.4.2019 die bisherig lückenhaft Kenntnis des Senats über die Berliner Startup-Szene beschrieben:

In der amtlichen Statistik fehlt eine Definition von Startups. Deshalb ist die gezielte Untersuchung von Startups in der Berliner Wirtschaft immer mit großen Ungenauigkeiten verbunden. Die Startup-Map.Berlin wird hier ein erster Schritt zu mehr Genauigkeit sein.

Gleichzeitig ist der Senat auch an weiteren Informationen, beispielsweise zu Arbeitsbedingungen, der Rolle von GründerInnen und von Hochschulen und der Zufriedenheit mit dem Standort, interessiert, um zielgenauer unterstützen zu können.

Oder strategischer Fehler der Wirtschaftsförderpolitik?

Betreiber der Startup Map ist die Dealroom.co B.V. in der Herengracht 454 in 1017 CA Amsterdam. Die Information über das Berliner Startup Ökosystem ist damit in den „Amsterdamer Dealroom“ ausgelagert. Datenschutz, ePrivacy und Auswertung von Transaktionsdaten sind einem Plattformbetreiber überlassen, der nicht einmal einen Pressekontakt bereit hält.
Psychologisch setzt die Senatswirtschaftsverwaltung ein fatales Zeichen, denn hier ist nur bedingt eine „Vermarktungsplattform“ für Startups, als vielmehr eine Orientierungs- und Einkaufsbörse für weltweite Investoren entstanden.

Ob es eine kluge Berliner Investition im Europäischen Standortwettbewerb ist, muss sich erst erweisen. Immerhin deutet Dealroom durch seine Aktivitäten an, selbst zum gesamteuropäischen und sogar weltweiten Dealroom zu wachsen.
Das beBerlin-Logo adelt das Projekt – und Frau Pop hat nicht einmal das Impressum gesichert! Immerhin: die Deutsche Bank ist vor Ort mit einer Private Banking Niederlassung präsent.

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