Freitag, 24. Mai 2024
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Margarete Stokowski: „Fake-Health-News“ in der Bundespressekonferenz

Start der Corona-Kampagne am 14.10.2022

Von Michael Springer

Margarete Stokowski gehört zu den neuen „Medienmacherinnen.“ — Die Produktion „gemachter, falscher und unwissenschaflicher“ Gesundheitsnachrichten im staatlichen Auftrag gehört bei ihr offenbar zum Selbstverständnis und zum Programm.

Der Fall ist auf Youtube archiviert, die Bundespressekonferenz: Start der Corona-Kampagne am 14.10.2022. Frau Stokowski ergriff in Minute 13:08 das Wort.

Die öffentliche laienmedizinische Selbstdiagnose von Margarete Stokowski: „Ich war ziemlich frisch geboostert und seitdem bin ich krank“, sagte sie und stellte damit einen direkten und unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang zwischen Impfung und ihren (selbstvermuteten) Long-Covid-Symptomen her.

Während der akute Corona-Verlauf mild gewesen sei, litt sie täglich unter heftigen Kopfschmerzen, Fatique, Herzrasen, Schwindel, Kribbeln in verschiedenen Körperteilen, Konzentrations- und Wortfindungsstörungen sowie als „brain fog“ bekannten Symptomen. „Als ich das erste Mal so einen Crash hatte, dachte ich, ich hätte einen Herzinfarkt“, so Stokowski.

Auf Twitter brach ein Shitstorm los — Felix Perrefort warnte deshalb vor Vermischung von Ursachen und Wirkungen:

Alles Long Covid! Eine bequeme Universalerklärung ( Achgut.com | 19.10.2022 ).

Es ist ein faktischer Unterschied zwischen einem „Post-Vac-Syndrom“ und „Long Covid“, auch wenn beide auf unerwartete Wirkungen der mRNA-Technologie und Einwirkungen von Spike-Proteinen und Virus-fragmenten oder künstlich induzierten Spike-Proteinen zurückgehen (siehe unten).

Die Berliner Zeitung hat die schiefgegangene Bundespresskonferenz auch kommentiert:

Ruth Schneeberger:
Long Covid: Die Kampagne mit Stokowski ist schon jetzt gescheitert ( Berliner Zeitung | 17.10.2022 )

Unter Bundesgesundheitsminister Dr. Karl Lauterbach werden offenbar alle medizinischen und wissenschaftlichen Standards der evidenzbasierten Medizin eingerissen, und mit Millionenaufwand als Gesundheitskampagne verbreitet.

Öffentliche Laien-Selbstdiagnosen und ein Bundesgesundheitsminister als Mentor und Beisitzer in der Bundespressekonferenz ersetzen heute offenbar das seriöse „Arzt-Patienten-Verhältnis.“

Schlimmer noch: eine scheinbar seriöse Spiegel-Kolumnistin wird gegen staatliches Honorar zur „Influencerin.“

Verfassung, Presserecht und HONCode wurden mißachtet

In Sachen „Impfung“ arbeitet das Bundesgesundheitsministerium damit konsequent gegen das Gebot der im Grundgesetz garantierten Trennung von Staat und Presse. Der Pressekodex wurde gebrochen, eine Journalistin hat eigene journalistische Grundsätze verletzt.
Niemand im Bundespresseamt hat das verhindert, obwohl es auch bewährte Regeln wie den HONCode der Health On the Net Foundation (HON) gibt, die als NGO bei der UN anerkannt ist.

Die Prinzipien des HONcode sind:

  1. Sachverständigkeit – Angabe der Qualifikation der Verfasser.
  2. Komplementarität (Ergänzung) – Informationen und Hilfe sollen medizinische Beratung unterstützen, nicht ersetzen.
  3. Datenschutz – Einhaltung der Vertraulichkeit persönlicher Daten, die ein Webseitenbesucher eingegeben hat.
  4. Zuordnung – Referenzen zu den Informationsquellen und Datum dürfen nicht fehlen.
  5. Belegbarkeit – Behandlungen, Produkte und Dienstleistungen müssen durch ausgewogene und belegbare, wissenschaftliche Informationen gestützt werden.
  6. Transparenz und Kontaktinformationen.
  7. Offenlegung der Finanzierung – Trägerschaft, Sponsoren und Finanzquellen müssen benannt werden.
  8. Werbepolitik – Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalten.

Auch die Health On The Net Foundation (HON) ist nicht vor übermächtiger Einflußnahme gefeit! Mit dem kostenbewehrten Zertifizierungsverfahren hängen plötzlich „medizininteressierte Konzerne“ mit im HONCode-System:

Das Suchmaschinen Tool COVID 19 gibt Rat: „Consult reliable information from trustworthy sources using our certified site search tool.“
Gemanagt wird das Tool von Google, Tochter des Alphabet-Konzerns, der weltweit Milliardenbeträge in die Datenmedizin, algorithmenbasierte Systeme und Maschinelles Lernen investiert, die als in der Umgangssprache als „Systeme Künstlicher Intelligenz“ bezeichnet werden.

Gemeinsames Merkmal aller Dienste: das vertrauensbasierte persönliche „Arzt-Patientenverhältnis“ wird durch hoch profitable und skalierbare Datenmittler, Apps und Cloud-Dienste ersetzt.

In den vorderen Suchergebnissen informiert die U.S. Food and Drug Administration (FDA) über die „Pfizer-BioNTech COVID-19 Vaccines, die überhaupt kein ordentliches Zulassungsverfahren durchlaufen haben.

Der vom Bundesgesundheitsminister Dr. Karl Lauterbach (SPD) eingeschlagene Kurs in der bundesdeutschen Gesundheitspolitik ist — gemessen an den Grundwerten der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands — nicht mehr vertrauenswürdig.

Die ganze Partei stellt mehr und mehr die eigene Glaubwürdigkeit in der Gesundheitspolitik auf die Probe — je länger Lauterbach schaltet, talkt und waltet.

Lauterbach steuert inzwischen Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflege immer tiefer in Finanzierungskrisen und in Personalmangel. Die Kosten der neuen Corona-Kampagne der Bundesregierung wären besser in physische Verbesserungen in Krankenhäusern und Intensivstationen investiert.

„Post-Vac-Syndrom“ und „Long Covid“ was wirkt im Körper?

Die medizinisch-mikrobiologische Forschung macht inzwischen wichtige Erkenntnisfortschritte. Eine Unterschung von 22 Autoren von Benjamin Charvet et al hat herausgefunden: „Sars-CoV-2 induziert die Expression des Hüllproteins des humanen endogenen Retrovirus vom Typ W in Blutlymphozyten und in Geweben von Covid-19-Patienten“ ( Link: mMedRXiV). — Benjamin Charvet et al schließen daraus: „dass das Sars-CoV-2-Spikeprotein ein Hüllprotein (ENV) aktiviert, das von einem humanen endogenen Retrovirus (Human Endogenous Retrovirus-W, HERV-W) kodiert wird.“ — Damit ist eine genetische Veränderung im Gang, die aus menschlichen Genen den schlafenden (endogenen) Retrovirus HERV-W geweckt wurde.
Damit weisen vermutlich Millionen Menschen weltweit Long-Covid-Symptome auf, weil ein schlafendes Virus im Körper geweckt wurde. Siehe dazu auch der Beitrag von Arno Kleinebeckel: Long Covid und die Schläfer-Viren ( Telepolis | 4.5.2022 )

Das pandemische Coronavirus Sars-CoV-2 stört aber auch eine chemische Veränderung an DNA-Strukturproteinen. Das führt dazu, dass sich die DNA enger zusammenrollt und Gene nicht mehr abgelesen werden. —Lars Fischer hat die vorliegenden Erkenntnisse beschrieben: Corona-Trick: Sars-CoV-2 greift in die Epigenetik ein ( Spektrum | 6.10.2022 ).

Long COVID oder ein Multisystemisches Entzündungssyndrom nach COVID-19-Impfung (PostVac) sind zu unterscheiden.
Deutschlandweit gibt es bisher 2 Anlaufstellen für Erwachsene mit Verdacht auf Post-Vac:

Eine Spezialambulanz für Post-Vac-Fälle am Universitätsklinikum Marburg sowie die neurologische Post-COVID-19-Sprechstunde an der Klinik für Neurologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Hier werden Post-Vac-Betroffene im Gegensatz zur Marburger Ambulanz allerdings nur bei primär neurologischer Manifestation betreut.

Prof. Dr. med. Bernhard Schieffer in Marburg sagt zu Post-Vac: „Aktuell überblicken wir circa 200 Patienten aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Post-Vac-Syndrom, die wir seit Anfang 2022 systematisch erfassen. Die Patienten präsentieren sich mit einem sehr heterogenen Bild, welches dem eines Long-COVID-Syndroms sehr ähnelt.“


An der Charité beobachtet man vor allem die Fälle mit neurologischen Symptomen. Dr. med. Christiana Franke sagte zum Ärzteblatt: „Seit Januar 2022 sehen wir in unserer neurologischen Post-COVID-19-Sprechstunde systematisch diese Patienten mit neurologischen Beschwerden Post-SARS-CoV-2-Impfung.“

Es gibt daher offene Fragen, und Patienten mit schweren Symptomen, die weitere Studien und auch Langzeitstudien erfordern.

Methodisch und wissenschaftlich sollte dabei zwischen Post-Covid-Symptomen und Post-Vac-Symptomen unterschieden werden, die unterschiedliche Bereiche des Körpers und unterschiedliche Symptome betreffen.
Da inzwischen viele geimpfte Personen trotzdem an Corona erkrankten, muss auch von einer Misch-Symptomatik und einem Mix unterschiedlicher biogenetischer und epigenetischer Wirkungen ausgegangen werden. — Gefahren für die menschliche Evolution sind damit nicht ausgeschlossen.